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Was fliegt denn da?

Ein ornithologischer Schnupperkurs

Wie heissen denn die pfeilschnellen, sichelförmigen Flieger im Himmel über Therwil? Mauersegler. Sie haben uns nach kaum hundert Tagen zu Monatsbeginn bereits wieder verlassen in Richtung Afrika, denn sie ziehen weit über den Äquator hinaus. Welches sind die typischen Merkmale der verschiedenen Vogelarten? Wie heissen denn die Körperteile der Vögel? Was verrät uns die Schnabelform bezüglich der Ernährung der Vögel? Habe ich verschiedene Meisen im Garten? Welche Greifvögel überwintern bei uns? Diese und viele weitere Fragen werden an diesem Kurs erläutert und beantwortet. Der vogelkundliche Schnupperkurs hat das Ziel, Freude an der Natur zu vermitteln durch das Bestimmen der Vogelarten unserer Region. Teilnehmen können alle, die sich für die Natur und die Vögel interessieren. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist gratis.

Der Kurs wird von den Natur- und Vogelschutzvereinen Therwil und Reinach durchgeführt.

Kursleiter sind Konrad Knüsel,  Fabio Di Pietro. Der zweiteilige  Kurs findet wie folgt statt.

Theorie: Mittwoch, 17.08.2022, 19.30 Uhr, Känelmattaula, Känelmattweg 9b, 4106 Therwil

Exkursion: Sonntag, 21.08.2022 7:40 Uhr: Ort wird noch bekannt gegeben

Achtung: Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldungen spätestens bis 14. August 2022 an: info@nvtherwil.ch oder Konrad Knüsel 079 643 98 27.

 

Was tun mit Jungvögeln?

Alle Zugvögel sind zurückgekehrt, das Frühlingslaub schützt die Nester vor fremden Blicken und Regen, das Brutgeschäft ist in vollem Gange. Und immer wieder kommt es vor, dass Jungvögel gefunden werden.

 

Bei den Singvögeln verbleiben die zuerst nackten Jungen über längere Zeit im Nest, wo sie von den Altvögeln gefüttert und umsorgt werden. Manchmal verlassen sie ihr Nest, bevor sie richtig fliegen können. So kommt es ab und zu vor, dass wir einen scheinbar verlassenen Jungvogel finden. Diese ungeschickt herumflatternden Jungvögel sind aber meistens nicht verletzt oder aus dem Nest gefallen, wie oft angenommen wird. Sie halten sich häufig versteckt in ihrer Nestumgebung auf, wo sie von den Eltern weiterhin gefüttert werden. Trägt man sie von dieser Umgebung weg, können die Altvögel sie nicht mehr finden und nicht mehr füttern. An einen andern Ort verlegt, verhungern sie elendiglich.

 

Was tun also mit Jungvögeln? Setzen Sie diese in unmittelbarer Fundnähe in den nächsten Busch oder auf den nächsten Baum. Dort sind sie vor Katzen und Regen geschützt. Wenn die Jungvögel rufen, können sie von den Altvögeln gefunden und gefüttert werden. Damit bleibt ihre Überlebenschance intakt, was in vermeintlich gut gemeinter, menschlicher Obhut aber meistens nicht der Fall ist.

Finden Sie nackte, kleine Jungvögel, so sind diese aus einem Nest gefallen. Sie erleiden beim Sturz häufig Verletzungen. Eine Aufzucht ist unmöglich, permanent geeignetes Futter ist nicht vorhanden; der Mensch kann die Altvögel nicht ersetzen. Legen sie solche Jungvögel in den nächsten Busch. Tote Jungvögel werden durch andere Organismen schnell verwertet und abgebaut, so sind sie Teil des natürlichen Kreislaufs. Die Natur gleicht solche Verluste meist durch grosse Gelege in den Nestern aus.